Pics 61

Velodyssée 2

image

image

image

Der kleine Kollege hier wollte mit mir kämpfen. Habe überlegt, ihn der frisch erworbenen Pfanne zuzuführen:

image

Werbung

Tag 41: Redon (Bretagne)

Meine Beine brauchen einen Ruhetag, ich bleibe in Redon. Zeit für einen Besuch beim Coiffure und umfangreiche Einkäufe. Ich habe mir endlich eine Pfanne gegönnt, da ich Fertiggerichte ein wenig leid bin und stattdessen wieder vermehrt frisches Essen auf den Teller will. Fleisch, Fisch und Gemüse, ab heute wird vernünftiger gegessen. Und deshalb gibt’s heute zum Mittag- und Abendessen jeweils ein frisch gebratenes Stück Fleisch. Nachts schlafe ich erneut unruhig, es prasselt ordentlich Regen aufs Zelt. Zum Glück soll es ab morgen schrittweise besser werden.

Tag 40: Redon (Bretagne)

Das Frühstück im Hotel um acht ist ganz in Ordnung. Frischer Filterkaffee, ein frisches Croissant und ein Miniatur-Baguette, dazu eine ganz gute Auslage.
Der Multivitaminsaft prickelt leicht, was leider nur in seltenen Fällen auf Schorle schließen lässt und der Schokoreis klebt zusammen, sonst gar nicht schlecht.

Es nieselt nur leicht und ich kaufe ein paar Dinge ein, u.a. endlich frisches Kettenspray. Nach etwa 10km erreiche ich die Velodyssee, ein tolles Gefühl, diese nach so langer Zeit endlich erreicht zu haben. Die Strecke am Brest-Nantes-Kanal entlang ist schön. Alle Schleusen sind reich mit Blumen verziert.

Den ganzen Tag über gibt es nur relativ wenig Regen, aber durchaus eine Menge Sonne. Nur einmal muss ich vor einem Schauer kurz unter Bäume flüchten. Ich grüße bei einer Pause eine vorbeifahrende Reiseradlerfamilie mit Bonjour, bekomme viermal „Hallo“ zurück und frage, ob sie deutsch wären? Antwort der Mutter: „Fast.“ Ich frage „Niederländer“? Antwort in perfekt akzentfreiem Deutsch: „Nein, wir sind ganz normale Franzosen.“ Schade. Doch keine abnormalen Ausländer.

Der Platz in Redon kostet 6.80€ die Nacht und ist bis auf ein Wohnmobil unbesetzt. Die Hauptcampingzeit scheint vorbei zu sein. Irgendwann abends treffen auch die normalen Franzosen noch ein, doch ich habe nach der leicht befremdlichen Reaktion vor ein paar Stunden wenig Lust auf weitere Konversation mit ihnen und sie wohl auch nicht.

Tag 39: Pjoërmel (Bretagne)

Der an den Film „Hostel“ erinnernde Geisterplatz lässt mich am Leben und ich muss sogar nur 3€ bezahlen – neuer Rekord-Tiefpreis. Ich packe bei leichtem Regen und starte um halb elf. Der Regen entwickelt sich immer mehr zum Landregen. In kurzer Zeit bin ich vollkommen durchnässt.

Eine überaus nette Bäckerin hat Mitleid mit mir, lässt mich in ihrer Backstube frühstücken und versorgt mich kostenlos mit frischem Wasser. Mein französisch langt mittlerweile zwar für kurze Unterhaltungen, ich reime mir allerdings immer noch vieles zusammen. Diese Sprache werde ich wohl nie beherrschen, im Gegensatz zu Spanisch liegt sie mir einfach nicht.

Gegen halb vier suche ich mir ein Hotel. Das erste mal seit über 5 Wochen nicht im Zelt schlafen, ich stelle es mir toll vor. Abends hört der Regen auf und während ich durch Ploërmel schlendere, komme ich an einer Kneipe vorbei. Sowas ist schon in Deutschland nicht mein Ding, doch ich will das Land und seine Leute kennenlernen und gehe rein. Einige rundliche Männer um die fünfzig lachen und quatschen. Ich trinke drei kleine Biere und stelle fest, dass die meisten neu hereinkommenden Gäste jeden Anwesenden einzeln mit Händedruck begrüßen. Glücksspiele in Form diverser Kärtchen scheinen üblich, neben Bier ist die Nachfrage danach groß.

Im Hotel kann ich endlich alle Klamotten durchwaschen. Die Nacht ist weniger schön, da die Matratze viel zu weich ist. Ich schlafe knapp fünf Stunden und rolle mich ansonsten hin und her.